Aktuelle Arbeiten - Endlager Morsleben

Übersicht über die wesentlichen Arbeiten in den Kalenderwochen 13 und 14/2019

Gewährleistung der Betriebssicherheit Bergleute müssen das Endlager nach Berg- und Atomrecht betreiben.

  • Bergleute bauen auf der 2. Ebene (Sohle) der Schachtanlage Bartensleben im Bereich des Haltepunkts des Förderkorbs (Füllort) ein Bauwerk zur Steuerung des Frischluftstroms im Bergwerk (Wettertor) zurück. Das alte Tor soll durch ein neues ersetzt werden.

  • Bergleute sichern Verbindungen zwischen den Ebenen des Bergwerkes (Rolllöcher) auf der 3. Ebene im nördlichen Bereich der Schachtanlage Bartensleben. Die Arbeiten sind Teil einer Maßnahme für die Wiederherstellung eines sichern Zugangs zu einer Lösungszutrittsstelle auf der 1. Ebene (siehe Meldung Abschluss Nachschneidearbeiten).

  • Sachverständige Auftragnehmer überprüfen das Förderseil der Seilfahrtsanlage von Schacht Bartensleben. Die regelmäßige Überprüfung des Förderseils ist bergrechtlich festgeschrieben und findet halbjährlich statt.

  • Bergleute wechseln die Verbindung zwischen Förderkorb und Förderseil (Zwischengeschirr) an der Seilfahrtsanlage von Schacht Marie. Das ausgebaute Geschirr wird im Rahmen eines festgelegten Prüfintervalls auf Schäden und Mängel untersucht.

  • Der Strahlenschutz nimmt an einem Ringversuch (siehe Einblick) teil. Bodenproben werden hinsichtlich möglich vorkommender radioaktiver Stoffe (Radionuklide) und deren spezifischer Aktivität analysiert. Die Teilnahme an dem Ringversuch ist eine qualitätssichernde Maßnahme für das im Endlager Morsleben angewandte Messverfahren.

Einblick

Aufgenommen im April 2018

Im Endlager Morsleben werden regelmäßig sogenannte Ringversuche mit Bodenproben und anderen Umweltmedien durchgeführt. Ringversuche bilden die Grundlage für die Vergleichbarkeit von Untersuchungsergebnissen unterschiedlicher Labore und dienen der Qualitätssicherung von Messverfahren. Die Strahlenschützer im Endlager Morsleben erhalten dazu zum Beispiel vom Max Rubner-Institut (MRI) eine Bodenprobe mit einer Zusammensetzung radioaktiver Stoffe (Radionuklide), die nur dem MRI selbst bekannt ist. Die Probe wird im Endlager Morsleben analysiert und die Ergebnisse an das MRI gesendet. Dort wird überprüft, ob die Messergebnisse nachvollziehbar und richtig sind. Das Endlager Morsleben ist verpflichtet, an Ringversuchen teilzunehmen. Es erhalten noch weitere nationale Einrichtungen, die Messungen von Gammastrahlung durchführen, identische Proben. Es gibt einen „festen Ring“ von Teilnehmern, die an dem Versuch mitwirken. In Abhängigkeit von der Übereinstimmung der Ergebnisse mit dem Sollwert müssen die Teilnehmer ihre Messverfahren gegebenenfalls anpassen oder erneuern. Das Bild zeigt drei Messplätze zur Bestimmung von Gammastrahlung (Gammaspektrometriesysteme), mit denen die Proben der Ringversuche analysiert werden: Mit dem schwarzen Knauf am obersten Ring der grauen Zylinder (Bleiabschirmung) auf den Tischen kann die Abschirmung geöffnet und die Messprobe eingelegt werden. Im unteren Teil der Abschirmung befindet sich ein Gammadetektor (Instrument zur Erfassung von radioaktiver Gammastrahlung) der die Aktivität der in der Probe enthaltenen radioaktiven Stoffe bestimmt. Die Detektoren müssen ständig mit flüssigem Stickstoff gekühlt werden, der sich in den Behältern (Dewargefäße) unterhalb den Gammadetektoren befindet. Ohne Kühlung würden die Detektoren sehr schnell beschädigt und die Messergebnisse verfälscht werden.

Über die Aktuellen Arbeiten

Mit den aktuellen Arbeiten bieten wir Ihnen einen regelmäßigen Überblick zu den wichtigsten Arbeiten und Meilensteinen im Endlager Morsleben. Die Arbeiten sind den wesentlichen Projekten zugeordnet, um den Fortschritt der einzelnen Projekte nachvollziehbar zu dokumentieren.

Wir bitten zu beachten, dass nicht alle Arbeiten, die täglich über und unter Tage stattfinden, an dieser Stelle dokumentiert werden können. Bei Bedarf steht Ihnen das Team der Infostelle Morsleben gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.

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