Aktuelle Arbeiten – Endlager Konrad
Übersicht über die wesentlichen Arbeiten der Kalenderwochen 37 und 38/2019
- Bergleute setzen die Sanierung des Schachtmauerwerks fort und bauen verbliebene Holzstummel und Metallkonsolen aus der Schachtwand aus und verschließen die Löcher mit Spritzbeton.
- Im neuen Maschinengebäude werden Elektroleitungen verlegt und es finden Montagearbeiten der Brandmeldeanlage statt. Im Außenbereich werden Stahlbauteile montiert.
- Bauarbeiter errichten Fundamente im Erweiterungsbau des Verwaltungs- und Sozialgebäudes. Es werden Grundleitungen verlegt und Baugerüste aufgebaut.
- In der Schachthalle finden Korrosionsschutzmaßnahmen an Stahlteilen statt. Dazu wird der alte Schutzanstrich im Strahlverfahren entfernt und es erfolgt eine vollständig neue Beschichtung.
- Die Arbeiten an der zukünftigen Umladestation in 850 Metern Tiefe werden fortgesetzt. Der Vortrieb des mittleren Streckendrittels in Richtung der Einlagerungstransportstrecke kann in Angriff genommen werden, nachdem die Erweiterung unmittelbar im Bereich des Schachtes erledigt ist.
- Bergleute bringen Baustahlmatten im Bereich des zukünftigen Waschplatzes an, um den endgültigen Ausbau zu erstellen.
- Die Auffahr- und Ausbauarbeiten erfolgen an 5 weiteren Betriebspunkten.
Einblick
Aufgenommen September 2019
Ein Gerät für alle Fälle: Der Sauerstoffselbstretter ist ein Schutzgerät für die Selbstrettung im Bergbau. In deutschen Bergwerken besteht die Pflicht, so ein Atemschutzgerät mit sich zu führen bzw. griffbereit zu haben. Das Gerät versorgt den Träger im Notfall mit Atemluft, unabhängig von der Umgebungsatmosphäre. Das heißt, der Selbstretter schützt den Geräteträger vor giftigen Gasen, etwa durch einen Brand oder vor Sauerstoffmangel. Das Prinzip der Sauerstofferzeugung aus einer Chemikalie stellt sicher, dass in Notfallsituationen sofort genügend Sauerstoff zur Selbstrettung zur Verfügung steht. Dabei produziert das Gerät selbstständig Sauerstoff. Dies geschieht durch die Reaktion der beinhalteten Chemikalie mit der Feuchtigkeit der ausgeatmeten Luft. Das Gerät funktioniert nicht nur bei geringem Atemdurchsatz beim Warten auf einen Rettungstrupp, sondern auch bei einem erhöhten Luftbedarf bei der körperlichen Anstrengung einer Flucht. Das im Bergwerk Konrad eingesetzte Modell ist bergbaulich zugelassen und wird auch in zahlreichen anderen Bergwerken genutzt und hat sich über viele Jahre bewährt. Es stellt bei aktiver Bewegung (30 Liter Luft pro Minute) für gut 90 Minuten Atemluft zur Verfügung und bei geringer Belastung (10 Liter Luft pro Minute) für rund 5 Stunden. Die robuste Edelstahlhülle schützt den eigentlichen Selbstretter im Inneren (im Bild rechts), der nur im Bedarfsfall ausgepackt und angelegt wird.Über die Aktuellen Arbeiten
Mit der Übersicht zu den aktuellen Arbeiten bieten wir Ihnen einen regelmäßigen Überblick zu den wichtigsten Arbeiten und Meilensteinen im Endlager Konrad. Die Arbeiten sind den wesentlichen Projekten zugeordnet, um den Fortschritt der einzelnen Projekte nachvollziehbar zu dokumentieren.Wir bitten zu beachten, dass nicht alle Arbeiten, die täglich über und unter Tage stattfinden, an dieser Stelle dokumentiert werden können. Bei Bedarf steht Ihnen das Team der Info Konrad gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.