Asse

Umweltminister Lies besuchte die Schachtanlage Asse II

06. Dezember 2018: Zu Gast auf der Asse: Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies informierte sich über den Stand der Rückholungsplanung – über und unter Tage.

Im August war er zu Gast im Endlager Konrad, nun besuchte Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies die Schachtanlage Asse II – über und unter Tage.  Begleitet wurde der Minister vom Präsidenten des Landesamtes für Bergbau und Geologie (LBEG) Andreas Sikorski sowie den Landtagsabgeordneten Dunja Kreiser und Marcus Bosse (beide SPD). Das Interesse am politischen Besuch war groß. Nach der Besichtigung der sogenannten „Beschickungskammer“ auf der 490-Meter-Sohle, von der aus die mittelradioaktiven Abfälle seinerzeit auf der 511-Meter-Ebene eingelagert wurden, machte der Minister Halt auf der 658-Meter-Ebene. Hier befindet sich die Hauptfassungsstelle für das Salzwasser, das ohne Kontakt zu den radioaktiven Abfällen in die Grube läuft. Es wird dort aufgefangen, abgepumpt und an Verwerter der Grundstoffindustrie abgegeben. Stefan Studt, Vorsitzender der BGE-Geschäftsführung und der technische Geschäftsführer Dr. Thomas Lautsch informierten nicht abstrakt, sondern zeigten dem Minister vor Ort ganz konkret, welche fachlichen Herausforderungen sich der BGE stellen. Dabei ging es sowohl um Einzelarbeiten als auch um die Lösungsskizze für den gesamten Rückholungsprozess. Damit dieser zum Erfolg wird, muss ein eigenes Rückholungsbergwerk geplant und gebaut werden. Die Rückholungsplanung ist technisch komplex. Dazu nötig ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem niedersächsischen Umweltministerium, dem Bundesumweltministerium, dem LBEG sowie dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit mit der BGE, stellte Stefan Studt abschließend fest. Umweltminister Olaf Lies will in diesen Planungsprozess eingebunden sein, und versprach bei der gut besuchten öffentlichen Veranstaltung in der Infostelle Asse, dass "das nicht mein letzter Besuch hier ist". Lies stand gemeinsam mit der Geschäftsführung der BGE Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort. Die Fragen drehten sich zum einen um die Umgebungsüberwachung rund um die Schachtanlage zum anderen um die genaue Lokalisierung eines Zwischenlagers, in dem die Abfälle aus der Asse nach der Rückholung verwahrt werden müssen, bis ein Endlager dafür gefunden ist. Bei allen Schritten habe die Sicherheit Priorität vor schnellen Lösungen. Wichtig sei umfassende Transparenz, damit die Akzeptanz für das Projekt auf dem langen Weg der Rückholung nicht abhandenkomme und alle Bürgerinnen und Bürger sich beteiligen können. Dr. Lautsch betonte, dass für alle Planungen der BGE die Sicherheitsbetrachtung das zentrale Argument sein muss. Man könne nicht in Kauf nehmen, die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gefährden. Er wies darauf hin, dass dazu auch eine stetige Beobachtung der Stabilität des Grubengebäudes gehört.
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